European Champion at Ironman Frankfurt

The best present for my 30th birthday I delivered myself with my first win on a long course triathlon and the Ironman European Champion title. Additionally I ran for the first time under 2:50h.

1 Sebastian Kienle GER  7:55:14  49:40  4:12:13  2:49:35
2 Frederik van Lierde BEL  8:00:25  45:44  4:21:33  2:49:14
3 Jan Frodeno GER  8:07:05  45:39  4:33:34  2:43:14

Win at Challenge Kraichgau

After I had to withdraw from the race last year due to illness, I was really looking forward to starting at my home race Challenge Kraichgau. Even I lost only a little bit more than a minute on Maurice Clavel during the swim I was not totally happy. On the hilly 90k bike course through the Kraichgau I had pretty good legs and so I came off the bike with a solid 6 minutes lead on the chasing group with Timo Bracht, Ronnie Schildknecht and Markus Fachbach. Thanks to my big lead I could slow down a bit on the last running lap to save some energy for the upcoming race at  Heilbronn City Triathlon. Finishing first in my home race was very emotional for me.

One week later I got second at Heilbronn City Triathlon. I had a really bad swim, the worst transition in my life, an ok bike leg and a really good run.

Back from US-trip

With a podium (3rd at 70.3 Oceanside) and a top-ten result at the US Pro Championships in St.George I returned to Germany.  Not what I wanted, but I’m on a good way to a really good shape for the upcoming races.

3rd place Ironman World Championship Hawaii

Absolutely happy with taking 3rd in Kona!

Results

1. Frederik Van Lierde (BEL) 8:12:39
2. Luke McKenzie (AUS) 8:15:19
3. Sebastian Kienle (GER) 8:19:24
4. James Cunnama (RSA) 8:21:46
5. Tim O’Donnell (USA) 8:22:25
6. Ivan Rana (ESP) 8:23:43
7. Tyler Butterfield (BER) 8:24:09
8. Bart Aernouts (BEL) 8:25:38
9. Timo Bracht (GER) 8:26:32
10. Faris Al-Sultan (GER) 8:31:13

Successful title defence at Ironman 70.3 World Championship

Results Ironman 70.3 World Championship Las Vegas:
(1,9k Swim; 90k Bike; 21,1k Run)

1. Sebastian Kienle (GER) 03:54:02 (00:25:38/02:10:10/01:14:50)
2. Terenzo Bozzone (USA) 03:56:06 (00:24:36/02:14:31/01:13:38)
3. Joe Gambles (GBR) 03:56:55 (00:24:48/02:14:06/01:14:29)
4. Andy Potts (USA) 03:57:36 (00:23:25/02:15:11/01:15:26)
5. Tim Reed (AUS) 03:57:42 (00:24:47/02:14:15/01:15:07)

(Deutsch) Rennbericht Frankfurter Sparkasse Ironman European Championship

Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass ich gerne über ein Rennen berichte, das ich gerade noch so unter den ersten zehn beendet habe. Aber ich muss einfach sagen, dass es mir trotz des eher mäßigen Ergebnisses viel Spaß gemacht hat. Frankfurt ist einfach ein geiles Rennen, vor allem auf der Laufstrecke. Nur dieser komische Tunnel ohne Beleuchtung bei KM 37,5 nervt irgendwie…

Ich hab ja schon genügend gejammert im Vorfeld und aufgrund der verkorxten Vorbereitung bin ich auch mit dem Ergebnis zufrieden. Das Schwimmen war trotz der fehlenden Kilometer etwas besser als im Vorjahr. Mein Ziel war ein möglichst gleichmäßiges Tempo über das gesamte Rennen zu halten. Eigentlich genau das Gegenteil von dem was ich sonst mache. So habe ich nach dem Schwimmen nicht probiert mit Nachbrenner an die erste Gruppe ran zu fahren wie das sonst der Fall gewesen wäre. Möglichst ökonomisch wollte ich mein Rennen gestalten. Ich hoffe, dass ich in nächster Zukunft wieder mehr unökonomische Rennen zeigen kann. Es ist einfach so, dass es mir nur sehr wenig Freude bereitet auf dem Rad so passiv zu agieren. Aber manchmal wäre das vielleicht die erfolgversprechendere Taktik wie sich später am Tag noch zeigen sollte.

Wenn das Hirn zu viel Sauerstoff hat, fängt man an nachzudenken. Und im Sinne einer ökonomischen Renngestaltung wäre es wegen den doch relativ schweren Wind-Bedingungen sinnvoll gewesen sich möglichst bald einer der zahlreichen Profi-Karawanen anzuschließen. Doch als ich die Gruppe um David Dellow bei ca. 140 km eingeholt hatte war die Karawane gerade dabei sich aufzulösen. Letztes Jahr war das auch die Distanz bei der ich mich so langsam auflöste. Nicht so in diesem Jahr. Ich hatte wegen der wenigen Grundlagen-Kilometer und der quasi nicht vorhanden Qualitäts-Kilometern wirklich große Sorgen was das Radfahren anging. Noch größere Sorgen hatte ich eigentlich für das Laufen. Deswegen wollte ich auch beim Laufen sehr verhalten angehen und die ersten 20km erst einmal Konkurrenzumfeld-Beobachtung betreiben. Aber durch das eher verhaltene Radfahren waren auch die Beine noch überraschend frisch. Das in Kombination mit den zahlreichen Zuschauern sorgte wohl dafür, dass sich das Laufen zumindest mal Verhalten anfühlte… Jetzt könnte man sagen: war doch klar Junge, dass du dieses Tempo nicht bis zum Schluss durchlaufen kannst. Ja, war auch mir klar. Doch klar war auch, dass ich entweder noch alles probieren müsste um auf’s Podium zu kommen oder eben den Tag „entspannt“ ausklingen lassen. Alles dazwischen würde mir nicht weiterhelfen. Punkte für Kona brauch ich keine mehr und bei dem Feld und der Stimmung  wollte keine Lust auf „entspannt“ aufkommen. Also die klassische „Nicht-Taktik“, die in 99,9% der Fälle eh nicht klappt. Aber das einzige, was bei fehlenden Trainings-Kilometern hilft ist Kampf, Euphorie, Drama und am Schluss natürlich der Helden- oder Dummen-Tod. Der kam erstaunlich spät, erst bei KM 37. Dafür dann aber gewaltig. Als mich Bas Diederen überholte und der nicht den Eindruck machte, dass er gleich noch eine Wandereinlage nötig hätte, war klar: das Podium ist weg. Dann war auch der Kampfesmut weg. Und dann bricht meistens alles in sich zusammen. Zufriedenheit stellte sich ein -zumindest alles probiert zu haben- und so kämpft man auch nicht mehr um Platz 5 oder 4 oder 8. Die Jungs hatten noch ein paar hundert Gründe um jeden Platz zu kämpfen – eigentlich ein guter Aspekt des Kona-Rankings, (fast) jeder kämpft bis zum Schluss.

Im Ziel habe ich mir habe ich mir erstmal gedacht, was ich doch für ein Idiot bin, dass eben nur kluge Athleten (Pete Jacobs) Kona gewinnen, weil die sich nicht in solchen Scharmützeln aufreiben. Aber ich glaube, dass es für mich das genau richtige Rennen war. Ich habe gemerkt, dass mein Körper wieder zu 100% der alte und für jeden Quatsch zu haben ist. Außerdem war es interessant, gezwungener Maßen, mal das Rennen etwas anders zu gestalten. Im letzten Jahr wollte ich nach Frankfurt eigentlich nur noch Urlaub. Dieses Jahr ist es genau andersherum. Ich hab einfach total Lust, dass es jetzt endlich richtig losgehen kann.

Ganz herzlich will ich mich bei allen Leuten bedanken, die an mich geglaubt haben. Vor allem bei meiner Freundin und Ihrer Familie. Ich kann, glaube ich, recht anstrengend sein, wenn ich nicht richtig trainieren kann ;-)