Grüße aus dem Urlaub

Jetzt habe ich tatsächlich mein Netbook mit in den Urlaub genommen. Aber sonst entspanne ich mich hier im kleinen Kurzurlaub in der Schweiz prächtig. Leider bin ich nach dem klasse Rennen in Roth etwas krank geworden. Was sicher auch daran lag, dass nach dem Rennen erst einmal noch nichts mit entspannen war.

Also auf diesem Weg sorry an alle, die mir in den letzten Tagen noch gratuliert haben. Sobald dieser Bericht online ist, bin ich wieder daheim und werde alle liegengebliebenen Mails beantworten. Aber mal ein paar Tage ohne Internet und dafür mit der Schweizer Gelassenheit ist genau das richtige gewesen. Schließlich steht noch ein ganz großes Highlight an.

Die 70.3 Europameisterschaft in Wiesbaden, bei der es gegen den im Moment unschlagbar erscheinenden Michael Raelert geht. Zumindest konnte ich dank der guten Behandlung meiner Physiotherapeutin schon nach zwei Tagen wieder gehen. Jedoch macht einen so eine Langdistanz schon sehr kaputt, ich habe mir hier ein MTB geliehen um meine Freundin beim Laufen zu begleiten, was soll ich sagen? Im Flachen muss ich kämpfen und am Berg hab ich keine Chance. Und sie erzählt mir dabei noch fleißig Geschichten. Da fühlt es sich nicht so an, als ob ich vor einer Woche noch in der Lage war auf dem Rad eine neue Weltbestzeit aufzustellen.

Ich will mich aber nicht auf diesem guten Ergebnis ausruhen. Es hat mich schon immer ganz besonders motiviert und gereizt Dinge zu probieren von denen mir die Leute sagen, dass sie nicht möglich sind.

Abschließend will ich noch etwas zur Zeitenentwicklung auf der Langdistanz sagen. Inzwischen sind Zeiten unter 8 Stunden für mehrere Athleten möglich. Sogar die Weltbestzeit rückt wieder in greifbare Nähe. Rekorde, die mehr als 10 Jahre gehalten haben, werden gebrochen. Woran liegt das? Sind die Pros alle gedopt? Nein! Ich kann natürlich für niemanden außer für mich selber schwören. Es ist jedoch so, dass Triathlon immer noch eine sehr junge Sportart ist. Die erste Generation, die von Kindesbeinen an diesen Sport gemacht hat, kommt nun in das Alter, in dem solche Leistungen möglich sind. Während die Rekordhalter der Vergangenheit langsam abtreten.

Auch Zeitenverbesserungen von mehreren Minuten sind prozentual gesehen über eine Langdistanz wenig, verglichen mit dem was teilweise im 100m Lauf passiert. Dazu kommt der extreme Einfluss der äußeren Umstände bei einer Langdistanz. Nichts desto trotz gilt es die Augen offen zu halten. Zum Bespiel am WTC Pass. Dieser ersetzt meiner Meinung nach nicht annähernd das “Eiserne Transparenz“ Programm von Frankfurt und Wiesbaden. Der Triathlon darf seine Vorreiterrolle im Anti- Doping Kampf nicht abgeben.

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