the heat is on
02.05.2010
in den letzten Jahren habe ich mich über einen Auspruch von meinen Konkurenten immer sehr aufgeregt. "Rennen aus dem vollen Training", "nur ein Trainingsrennen"... Wenn Rennen ist ist Rennen, da gibts keinen Bonus für Trainingsstunden in der vergangenen Woche oder ähnliches. So möchte ich es auch halten. Das erste Rennen dieser Saison fand für mich am 17.4. in Wallisellen in der Schweiz statt. Das Rennen wurde von Sven Riederer mitorganisiert und das merkte man auch. Nach den doch längeren Einheiten in der Zeit davor bin ich bewusst über die kurze Distanz von 600m Schwimmen, 16km Rad und 4km Laufen gestartet. Beim Schwimmen hab ich wie zu erwarten war den Anschluss verloren, leider hat es auf dem Rad nicht gereicht die erste Gruppe aufzufahren. So bin ich quasi 16km alleine gefahren. Natürlich war ich dann beim Laufen entsprechend kaputt, so dass es am Ende gegen die starke Konkurrenz nur zu Platz 7 gelangt hat. Am vergangenen Mittwoch habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen in Oberursel bei den Deutschen Duathlon Meisterschaften an den Start zu gehen. Nachdem ich mir über meine Laufform im Vorfeld noch sehr unsicher war, da es im Training mal so und mal soooo lief, freute ich mich auf den ersten Lauf als Test. Aus dem Test wurde dann aber nichts, da einfach nicht genug starke Läufer da waren. Und die Gruppe dann gleich auf 3 oder vier Leute zu reduzieren, hätte auch geheißen dass ich dann die Arbeit auf dem Rad hätte machen müssen. So ist am ende vom Lauf wieder alles zusammen gekommen und wir sind in einer 10er Grupppe auf die Radstrecke gegangen. Normann und ich haben dann natürlich probiert die Gruppengröße auf zwei zu reduzieren... In der ersten von vier Runden ist die Gruppe schon mal auf 5 Leute zusammengeschrumpft, mehr ging dann aber leider nicht mehr. Patrick Lange konnte alle Attacken kontern. Ich habe zwar gemerkt, dass ich alleine Wegkommen könnte, aber sicher hätte ich nicht mehr als 20sek rausfahren können und für die hätte ich beim Laufen dann sehr bitter bezahlt. So war schon vor dem letzten Lauf klar, dass es sehr schwierig werden würde mit dem Sieg. So wie Patrick schon aus der Wechselzone gelaufen ist, war klar dass ich da nicht mitgehen kann. Aber so hat es zumindest noch auf das Podest gelangt. Jetzt steht ein bisschen Ruhe an, so dass ich dann nächste Woche in Buschhütten gut getapert am Start stehen werde.
Gratulation an Patrick Lange zu einem taktisch klugen Rennen und zu einer sehr starken Laufleistung.
Gratulation an Patrick Lange zu einem taktisch klugen Rennen und zu einer sehr starken Laufleistung.
The road to Roth 1.1 (Immer locker bleiben…)
24.03.2010
Wenn innerhalb kürzerer Zeit mehrere Blogs erscheinen, Freundschaftsanfragen auf Facebook umgehend und längst verschollene Emails endlich beantwortet werden, dann ist das immer ein schlechtes Zeichen. Das heißt, der Junge hat zu viel Zeit, was heißt der Junge trainiert zu wenig. Da ich aber schon die (noch geheime) Startliste kenne und ich daher weiß, dass es in Roth ein schnelles Rennen geben wird, mangelt mir es nicht an Motivation. Der Frühling legt grade einen Schnellstart hin und die Jungs aus der Schwimmgruppe haben mir erklärt, dass ich ruhig auch zweimal am Tag 7km schwimmen kann.
Wenn da nicht ein kleines Problem wäre. Seit ich zurück bin aus Fuerteventura bin, habe ich so eine ganz, ganz leichte Erkältung. So eine, die nicht wirklich schlimm ist. Kein Fieber oder so. So eine mit der man noch trainieren kann, vor allem wenn man motiviert ist. So eine, die aber auch nicht richtig weg gehen will. Aber jetzt war sie schon fast weg. Dumm nur, wenn dann gleich mehrere Sachen zusammen kommen. Als ich nach einem, für mich mal wieder sehr harten, Schwimmtraining mit den Mädels und Jungs von der SGRK mir an der Tanke für den Heimweg noch schnell ne Müllermilch geholt habe, hätte ich wohl mal auf das Verfallsdatum schauen sollen… Ich weiß auch nicht, warum ich da nichts geschmeckt habe. Aber gut kann sie nicht mehr gewesen sein. Die Nacht will ich jetzt nicht im Detail beschreiben.
Da kamen natürlich direkt Gedanken an das letze Magenproblem, nach einem Fisch im letzen Jahr in Fuerteventura, auf. Immer, wenn man grad richtig fit ist und man ordentlich am Gashahn drehen will, kommt was dazwischen. Oder letztes Jahr nur zwei Wochen vor der Challenge Kraichgau: Zecke, Borreliose. Fuck. Diese Geschichten kann man natürlich endlos fortsetzen. Zum Beispiel mit 15, da habe ich in einem Jahr fast alles gewonnen. Zwei Wochen vor der DM hab ich mir dann in der letzen Schulsportstunde vor den Ferien das Außenband abgerissen…
Aber ist es dann immer wirklich so schlimm? Hat nicht jeder solche Probleme? Das, was schlimm ist, ist wenn man sich dann verrückt macht. Wenn man den Fehler macht und versucht es übers Knie zu brechen. Das wichtigste ist, an der Startlinie zu stehen und zu sagen, ich bin absolut fit. Letztes Jahr in Kraichgau hat es dann schließlich super geklappt. Auch wenn in der Vorbereitung nicht alles 100% gelaufen ist, darf man nicht gleich Panik bekommen. Dann müsste man immer Panik haben, weil selten im Leben mal was zu 100% genau so läuft, wie man sich das vorstellt. Also, wenn mal bei eurer Vorbereitung was nicht 100% läuft – no panik. Geht allen so, vom daylight finisher bis zum sub 8 Pro.
In diesem Sinne: immer locker bleiben!
photo: www.kerstinwinterkamp.de














