The Road to Roth 1.2 (Alarmstufe Roth)
18.06.2010
30 Tage, 21 Stunden, 28 Minuten, 32 Sekunden, 31 Sekunden, 30 Sekunden... Ahh so was kann einen schon ein bisschen nervös machen. Jedes mal, wenn ich mir noch ein paar Infos auf der Homepage der Challenge Roth holen will, tickt diese Uhr runter. Jetzt wird also schon bald die 30 Tage "Schallmauer" durchbrochen. Und zuletzt lief meine Vorbereitung nicht gerade optimal. Zwar konnte ich in Kraichgau bis zu meinem Sturz schon zeigen, dass ich andere Top-Starter für Roth nicht zu fürchten brauche und zumindest beim Geschäft bin. In Heilbronn konnte ich auf der Laufstrecke zeigen, dass zumindest bis KM 15 mit mir zu rechenen ist ;-) Aber was kommt dann? Durch den Sturz konnte ich die letzten zehn Tage nicht Schwimmen. Das Ergebnis hat man in Heilbronn gesehen. Mehr als 3 Minuten auf Andi Böcherer im Wasser verloren. Llanos schwimmt auch nicht viel Langsamer. Und in Roth ist die Strecke fast doppelt so lange... Außerdem war für mich Kraichgau schon mehr als nur eine Durchgangsstation oder ein Trainingsrennen. Ich habe darauf getapert und war danach extrem verärgert, dass es so blöd gelaufen ist. Also war die Woche davor und die Woche danach nicht wirklich viel mit Training. Aber ich glaube es ist normal, dass man vor so einem Rennen etwas die Respekt hat - und das ist auch sicher nicht von Nachteil. Wobei ich schon weiß, dass ich im Rennen dann warscheinlich eh alle guten Vorsätze über Bord werfen werde.
Was sicher noch interessant ist, wenn man sich noch einmal das Rennen in Kraichgau anschaut ist, dass Normann Stadler, Michael Göhner und ich zusammen aus dem Wasser gekommen sind. Sicher kann man nur wenig Prognosen über den Rennverlauf machen, aber ich hoffe mal, dass ich nicht noch weiter im Schwimmen abbaue und dann kann es sicher zu einer sehr schnellen zweiten Radgruppe kommen.
Sieg bei 1. Sparkasse Heilbronn City Triathlon
14.06.2010
Die zurückliegende Woche war hart. Nein, nicht weil ich noch Schmerzen vom Sturz in Kraichgau hatte, sondern weil ich mich jeden Tag aufs neue über meine eigene Dummheit aufregen musste. Dann kommen noch tausend Leute und sagen: "so was passiert", "du hast Glück gehabt, es ist nichts schlimmeres passiert", "es gibt noch viele Rennen dieses Jahr"... Klar stimmt alles - hilft trotzdem nicht weiter. Das was weiterhilft ist weitermachen. Und schließlich stand mit Heilbronn gleich das nächste große Highlight auf dem Programm. Vor dem Start habe ich mich aber leider nicht so gut gefühlt. Ich konnte die Woche über nicht schwimmen und wusste aber, dass meine schwächste Disziplin heute sehr wichtig sein würde. Zum Glück waren die ganzen Jungs aus Karlsruhe auch da und unter Freunden entspannt es sich halt am besten. Wie ich es schon beführchtet hatte, verlief das Schwimmen sehr schlecht für mich. Während sich Andi Böcherer und Daniel Unger auf und davon machten, kämpfte ich erst um den Anschluss in der zweiten, dann in der dritten Gruppe... Mit einem schnellen Wechsel probierte ich den Schaden wenigstens einigermaßen in Grenzen zu halten. Bereit die Aufholjagd zu starten. Leider ist mir dann direkt noch meine Radflasche weggeflogen. Bis zur ersten Verpflegungsstation nicht wirklich was zu trinken und über drei Minuten Rückstand? Nicht gerade die besten Voraussetzungen gegen einen starken Radfahrer wie Andi Böcherer und einen Läufergott wie der Weltmeister von 2007 Daniel Unger. So verlief die Aufholjagd auch etwas schleppend. Ich konnte mich bis zum Ende des Radfahrens zwar bis auf Platz zwei Vorarbeiten, aber Andi war noch einiges Vor und Daniel und Timo nicht so weit hinter mir. Aber es waren reichlich Zuschauer gekommen und wenn dir mal jemand mit so ner Vuvuzela ins Ohr trötet, weißt du da gibts nur eins: Rennen und zwar schnell. Am Schluss hat es dann noch zum Sieg und zur Laufbestzeit gelangt, das hätte ich natürlich auch gerne schon letzte Woche gezeigt. Doch Heilbronn war mehr als nur ein Trostpflaster. Die Orga hat es schon bei der Erstaustragung geschafft fast alles richtig zu machen. Und vor allem den Triathlon in die Stadt und zu den Menschen zu bringen. Danke, ich habe fertig.














